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Parkett lackieren vorher und nachher – altes Parkett mit abgenutzter Lackschicht und frisch lackiert nach der Sanierung

Parkett zu lackieren ist eine der effektivsten Methoden, um einen stark beanspruchten Holzboden dauerhaft zu schützen. Gerade bei älteren Parkettböden, die über viele Jahre hinweg strapaziert und wenig gepflegt wurden, kann eine professionelle Sanierung mit anschließender Lackierung wahre Wunder bewirken. Worauf es bei der Parkettversiegelung wirklich ankommt und welche Schritte entscheidend sind, zeigen wir am Beispiel der Parkettsanierung in der Clemens-Höppe Schule in Oer-Erkenschwick.

Vor dem Lackieren das Parkett richtig vorbereiten

Ein gutes Beispiel für die Haltbarkeit von massivem Parkett ist das Fischgrätparkett in den Klassenzimmern der Clemens-Höppe-Schule. Obwohl es seit über 20 Jahren fast täglich großen Anforderungen ausgesetzt war – etwa Straßenschmutz, Feuchtigkeit durch Schnee und Regen an den Schuhen oder Stühlerücken – war es größtenteils intakt. Jedoch war die schützende Lackschicht komplett abgetragen, sodass es höchste Zeit war, die Böden zu renovieren und das Holz für die nächsten Jahre zu schützen.

Der erste Schritt einer Parkettsanierung ist immer die Prüfung auf Schäden. Wir sind die Klassenräume dazu abgegangen und haben als Vorbereitung nach folgenden Mängeln gesucht und diese behoben:

  • Lose Parkettstäbe – sind sie vorhanden, werden sie wieder verklebt.
  • Beschädigte Elemente – einzelne Parkettstäbe mit großen Ausbrüchen oder Rissen werden ersetzt.
  • Fugen – haben sie sich gebildet, werden sie sorgfältig verschlossen (siehe Fugen füllen).
  • Schleifen – die gesamte Fläche muss gründlich nach den Ausbesserungen geschliffen werden.

Erst, wenn der Parkettboden vorbereitet ist, haben wir einen stabilen Untergrund, um das Parkett zu lackieren und dauerhaft zu versiegeln.

Parkett vor dem Lackieren schleifen: Der Grobschliff zeigt, wie verschmutzt der Boden war.
Durch die abgenutzte Lackschicht ist das Parkett durch Schmutz vergraut.

Parkett lackieren mit System: Grundierung und Aufbau der Lackschichten

Generell ist eine gründliche Vorbereitung immer entscheidend für ein gutes Ergebnis, so auch beim Parkettlackieren. Schließlich soll der Lack lange auf dem Holz halten, das Parkett komplett versiegeln und damit rundum schützen. Nach dem Schleifen und als Vorbereitung der Lackschicht folgt die Grundierung. Diese sorgt dafür, dass der Lack gleichmäßig aufgenommen wird und verbessert die Haftung.

Für den optimalen Schutz des Parketts haben wir uns für einen 2K-PU-Lack von Berger-Seidle entschieden. Der Lack ist besonders widerstandsfähig und damit ideal für stark beanspruchte Flächen wie Klassenzimmer. Damit das Parkett den hohen Ansprüchen standhält, wird der Lack in mehreren Schichten aufgetragen:

  1. Grundierung (ca. 60 Minuten Trocknung)
  2. Erste Lackschicht (12 Stunden Trocknung)
  3. Zwischenschliff
  4. Zweite Lackschicht (12 Stunden Trocknung)
  5. Dritte Lackschicht (12 Stunden Trocknung)

Insgesamt haben wir das Parkett dreimal lackiert, um eine maximale Strapazierfähigkeit zu erreichen.

Wie viel Lack wird pro Schicht benötigt?

Die richtige Menge an Lack spielt eine wichtige Rolle, wenn das Parkett optimal geschützt sein soll. Pro Schicht werden etwa 110 Milliliter Lack pro Quadratmeter aufgetragen – idealerweise mit einer Lackwalze / Lackrolle für ein gleichmäßiges Ergebnis.

Zwischenschliff bei der Parkettlackierung – warum er so wichtig ist

Ein oft unterschätzter Schritt beim Lackieren von Parkett ist der Zwischenschliff bei der Anwendung von wasserbasierten Lacken auf Holz. Denn durch die Feuchtigkeit des Lacks richten sich die Holzfasern auf. Der Zwischenschliff sorgt dafür, dass die Fasern gebrochen bzw. abgetragen werden. Das ist wichtig, damit wir am Ende eine komplett geschlossene und versiegelte Parkettoberfläche erhalten.

Ist die erste Lackschicht getrocknet, erfolgt die Faserbrechung durch einen Schleifgang. Wir benutzen dafür Schleifscheiben mit 150er Körnung, damit nur die Faserenden abgetragen werden und nicht der Lack.

Bei der Parkettlackierung ist ein Schleifgang (mit dem Tellerschleifer) nach der ersten Lackschicht erforderlich, um die Oberfläche komplett versiegeln zu können.
Der Zwischenschliff dient der Faserbrechung für eine homogen versiegelte Parkettoberfläche.

Wann ist der Parkettboden nach der Lackierung wieder begehbar?

Ist das Parkett versiegelt, ist etwas Geduld gefragt. Zwar ist der Lack je nach Belüftung der Räume nach etwa 3 bis 4 Stunden oberflächentrocken, die vollständige Aushärtung dauert jedoch länger:

  • Vorsichtig begehbar: nach 3 bis 4 Stunden
  • Belastbar: nach 24 Stunden
  • Belegung mit Teppichen: nach 7 Tagen

So wird vermieden, dass der frisch lackierte Parkettboden beschädigt wird.

Fazit: Parkett lackieren lohnt sich

Unser Projekt zeigt deutlich, dass sich selbst stark abgenutzte Holzböden durch professionelles Lackieren wieder vollständig instandsetzen und schützen lassen. Mit der richtigen Vorbereitung, hochwertigen Materialien und einem strukturierten Ablauf entsteht eine langlebige und belastbare Oberfläche, die viele Jahre hält.

Parkett mit neuer Lackschicht im Klassenzimmer
Saniertes und neu versiegeltes Parkett in einen Klassenraum …

Frisch lackiertes Parkett im Klassenraum
… und auch im zweiten Klassenzimmer ist das Parkett frisch lackiert.

Ihr Holzboden benötigt eine neue Versiegelung? Dann lassen Sie uns Ihr Parkett lackieren!

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