Vinylböden sind längst mehr als nur eine moderne Alternative zu Laminat oder Fliesen. Sie überzeugen durch Strapazierfähigkeit, Hygiene und eine zügige Verarbeitung. Wann es sich lohnt, Vinyl schwimmend zu verlegen, zeigen wir an unserem Projekt in einem Seniorenheim in Lüdinghausen. Außerdem schauen wir uns die Vorteile der schwimmenden Verlegung an und was bei der Vorbereitung zu beachten ist.
Teppich gegen Vinyl tauschen im Pausenraum in Lüdinghausen
Hinsichtlich der Hygieneanforderungen in Seniorenheimen haben wir den Teppichboden im Pausenraum eines Altenheims in Lüdinghausen entfernt und Vinyl schwimmend verlegt. Wichtig hierbei war vor allem, dass die Bodenrenovierung ohne Ausfallzeit erfolgt und schnell wieder nutzbar ist. Daher fiel die Entscheidung bewusst auf ein Klick-Vinyl zur schwimmenden Verlegung, wodurch der laufende Betrieb kaum gestört ist.
Vinyl schwimmend verlegen: Erst Teppich entfernen, dann PE-Folien auslegen
Bevor das Vinyl schwimmend verlegt werden konnte, musste der alte Teppich raus. Dieser ist in Räumen mit Spritzwasser und Essenszubereitungen wie Küchen nicht zu empfehlen, da der Boden schwer zu reinigen ist und sich durch Feuchtigkeit Schimmel bilden kann. Aus diesem Grund sollte nun der Pausenraum im Seniorenheim einen neuen Bodenbelag erhalten. Damit das neue Vinyl nicht mit dem mineralischen Untergrund reagiert, haben wir eine PE-Folie als Trennschicht zwischen Boden und Vinyl ausgelegt. Alternativ kann auch eine Trittschalldämmung als Trennschicht dienen, wenn diese nicht bereits im Vinyl integriert ist.
Die Trennschicht bzw. PE-Folie verhindert bei der schwimmenden Verlegung von Vinyl außerdem, dass sich der Boden durch Punktbelastungen am Untergrund „festsaugt“ oder am Teppichkleber haften bleibt. Somit sorgt die Folie dafür, dass sich das Vinyl bewegen und auf dem Untergrund „schwimmen“ kann. Wie Parkett oder Laminat bewegt sich auch der Vinylboden; er reagiert auf Wärme und Kälte mit Ausdehnung und Zusammenziehen durch den Kunststoffanteil im Vinyl.
Individuelle Sockelleistenlösung aus Vinyl
Die alten Sockelleisten konnten aufgrund des Teppichmaterials nicht mehr genutzt werden. Um einen sauberen Wandabschluss zu erhalten und zusätzliche Malerarbeiten zu vermeiden, haben wir aus dem Vinyl Fußleisten mit einer Höhe von 100 Millimetern geschnitten. Somit haben wir eine optisch ansprechende und zugleich wirtschaftliche Lösung gefunden. Ein weiterer Vorteil gegenüber den alten Leisten ist, dass wir die Sockelleisten aus Vinyl nun mit Silikon abdichten konnten. Das erfüllt die hygienischen Anforderungen in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen.
Warum Vinyl schwimmend verlegen? – Das sind die Vorteile
Bei dieser Bodenrenovierung haben wir bewusst auf eine schwimmende Verlegung gesetzt. Der große Vorteil ist, dass der Boden nach Abschluss der Arbeiten sofort nutzbar ist. Die Verlegung des Klickvinyls im Pausenraum des Seniorenheims dauerte lediglich rund drei Stunden und konnte problemlos im laufenden Betrieb durchgeführt werden. Es gibt aber noch mehr Vorteile der schwimmenden Verlegung von Vinyl:
Zeitersparnis
Nicht nur lässt sich Vinyl schwimmend schneller verlegen als es zu kleben. Im Vergleich zu verklebten Böden entfällt bei der schwimmenden Verlegung der Zeitaufwand, den Untergrund auszugleichen und zu grundieren. Außerdem entfällt die Trocknungszeit der Ausgleichmasse, der Grundierung sowie des Klebers.
Einfache und schnelle Montage
Dank moderner Klicksysteme lassen sich Vinylböden unkompliziert verlegen. Auch ohne professionelle Erfahrung gelingt die Installation meist problemlos.
Sofort begehbar
Nach der Verlegung kann der Boden direkt genutzt werden.
Ideal für Mietwohnungen
Da der Untergrund nicht beschädigt wird, eignet sich schwimmend verlegtes Vinyl gut für Mietobjekte.
Gute Schalldämmung
Viele Klickvinylböden verfügen bereits über eine integrierte Trittschalldämmung, was den Wohnkomfort deutlich erhöht.
Was sind die Nachteile von schwimmend verlegtem Vinyl?
Ein Nachteil von Klickvinyl ist, dass es nicht jeder Hersteller für die schwimmende Verlegung in großen Räumen freigibt. Der Grund liegt im Kunststoffanteil vieler Vinylböden. Bei großen Flächen kann es unter Umständen zur Fugenbildung oder Materialbewegungen kommen. Wer Vinyl schwimmend verlegen möchte, sollte vorher folgende Angaben prüfen:
- maximale Raumgröße laut Hersteller
- notwendige Dehnungsfugen
- Anforderungen an Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Zudem ist wie bei allen Bodenbelägen die Aufbauhöhe zu beachten. Klickvinyl besitzt in der Regel eine höhere Materialstärke als Klebevinyl. Daher ist es bei einer geringen Aufbauhöhe nicht geeignet.
Fazit: Vinyl schwimmend verlegen spart Zeit und reduziert Ausfallzeiten
Das Projekt im Seniorenheim in Lüdinghausen zeigt eindrucksvoll, wie effizient moderne Vinylböden, z.B. von Republic® oder Parador, heute verarbeitet werden können. Durch die schwimmende Verlegung konnten wir Zeit sparen, der Raum war schnell wieder nutzbar und das nahezu ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs. Gerade in Pflegeeinrichtungen, Büros oder öffentlichen Gebäuden bietet diese Verlegeart enorme Vorteile. Voraussetzung ist jedoch eine fachgerechte Ausführung und die Auswahl eines geeigneten Vinyls.
Klickvinyl oder Klebevinyl? Wir beraten Sie, welche Lösung die beste für Ihren Einsatzbereich ist.



